Aufruf für Akzeptanz | Flagge zeigen

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Unter dem Motto „Wir sind überall!“ findet vom 06. bis 11. Juli 2015 zum siebenten Mal der Christopher Street Day (CSD) in Cottbus statt. Stopp. Wer denkt, dass das eine rein Cottbuser Angelegenheit ist, irrt.

Denn die Sache geht jede_n etwas an.

Warum?

Weil sich das Land Brandenburg eine Verfassung gegeben hat in der steht „Niemand darf wegen …. der sexuellen Identität … benachteiligt werden.“  Die Umsetzung einer solchen Verfassung liegt in unseren Händen. Zuständig ist also jede_r. Benachteiligung gibt es aufgrund der sexuellen Identität tagtäglich in unserem Land, vor unserer Haustür, ja sogar innerhalb der Familien und Freundeskreise.

Und wie sieht diese Benachteiligung aus?

Wieviele Beispiele hättest Du denn gern? Hier mal eins: "Das ist ja voll schwul!" Und damit ist gemeint. Das ist nicht schön, eklig, abartig, eben nicht richtig oder unnormal. Und bei diesem Beispiel geht's um eine Beleidigung für jemanden, der selbst schwul ist oder sein könnte. Ich könnte jetzt weitere Beispiele aufzählen, die mit Mobbing zusammenhängen, Drohungen, körperliche Gewalt bis hin zu schlimmeren Dingen. Aber das spare ich mir mal. Ich glaube, Du weißt, worum es geht.

Und genau darum geht es bei dem CSD.

Es geht darum, auf Diskriminierung aufmerksam zu machen und aktiv zu werden. Mit dem CSD in unserer Region setzen wir gemeinsam ein klares Zeichen für Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Intersexuellen und anderen queeren Menschen (LSBTIQ). Wir engagieren uns, damit die alltägliche Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBTIQ-Menschen aufhört. Homo- und Transphobie darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.

Was können wir tun?

Im letzten Jahr haben sich rund 50 Firmen / Organisationen und Vereine zum CSD engagiert und die Regenbogenflagge als Zeichen der Solidarität gut sichtbar aufgehängt. An vielen Stellen in Cottbus, dem Landkreis Spree-Neiße und darüber hinaus war die Regenbogenflagge für eine ganze Woche als wichtiges Zeichen des gegenseitigen Respekts sichtbar. In diesem Jahr sollen es 100 Firmen / Organisationen werden.

Warum die Regenbogenflagge?

Die Regenbogenfahne ist das weltweit anerkannte Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Sie ist auf queeren Veranstaltungen, wie z.B. einem CSD, nicht mehr wegzudenken. Die sechs Farben stehen für die Vielfalt der Lebensweisen (rot – „Leben“, orange - "Gesundheit", gelb - „Sonnenlicht“, grün - "Natur", blau - „Harmonie“, violett - "Geist").

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1996 wurde erstmals die Regenbogenfahne an einem öffentlichen Gebäude gehisst.

Was wollen wir mit „Firmen für Akzeptanz“ erreichen?

Wir wollen anregen, über Homo- und Transphobie nachzudenken und zu sprechen. Denn die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Trans* und anderen LSBTIQ-Menschen am Arbeitsplatz, in Organisationen und Vereinen ist noch immer Alltag.

Mehr Infos und Anmeldung
www.csd-cottbus.info